Heiß, heißer, Hamburg! B2Run und Women´s Run bei über 30 Grad gefinisht

In der letzten Woche hatten wir Sommer! Es war heiß in Deutschland und auch Hamburg konnte sich dieser Hitzewelle nicht entziehen. Und auch wenn ich am liebsten den ganzen Tag in einer Eisdiele gesessen hätte, hatte mein Terminplan andere Pläne mit mir.

Denn ich hatte mich für zwei Laufevents in dieser heißen Sommer-Woche angemeldet.

B2Run Hamburg

Der B2Run ist eine Firmenlaufserie, die jedes Jahr in der Deutschen Firmenlaufmeisterschaft endet. In elf Großstädten qualifizieren sich über 5.000 Unternehmen und Institutionen für das große Finale im Rahmen des B2RUN Berlin.

Zum zweiten Mal hat mein Schatz die Initiative ergriffen, und uns zusammen beim B2Run hier in Hamburg angemeldet. Im letzten Jahr waren es unsere ersten 6 km mit Zeitmessung. In diesem Jahr war es unser erster Lauf bei über 30 Grad! Man könnte also sagen, der Lauf ist etwas ganz besonderes für uns.

Eigentlich sollten diese 6 km in diesem Jahr kein Problem für mich darstellen, aber wer konnte mit solch tropischen Temperaturen für diesen Donnerstagabend rechnen.

So machten sich knapp 6500 Teilnehmer/innen um 19:30 bei 31 Grad auf den Weg durch den Volkspark. Das tolle an der Strecke: Der Volkspark ist in Wirklichkeit gar kein Park, sondern ein Wald. Was für viel Schatten auf der Laufstrecke sorgte. Leider war es auf der Strecke aber durch die Trockenheit der letzten Tage sehr staubig, was man nicht nur auf der verschwitzten, sonnencremegeschmierten Haut merkte, sondern auch im Hals beim Schlucken und Atmen.

Auf eine Wasser-Verpflegung an der Strecke mussten wir leider vergeblich warten, was sehr ärgerlich war. Da hätte man als Veranstalter spontan auf die Wetterbedingungen reagieren können und noch für etwas Abkühlung auf der Strecke sorgen müssen.

So quälte sich das Läuferfeld über 6 heiße Kilometer und stöhnte unter der Hitze und dem Wassermangel. Ich hatte es auf keine neue persönliche Bestzeit angelegt und lief so langsam, aber bestimmt Richtung Ziel. Trotz zwischenzeitlicher Gänsehaut auf Armen und Beinen kam ich gut an.

Im Ziel angekommen hieß es dann: in Bewegung bleiben. Da das Ziel im Volksparkstadion war, konnte man nicht auf einen Lufthauch hoffen, sondern musste selber in Bewegung bleiben um sich zu kühlen. Ich tigerte also zwischen Wasserstand und Verpflegung hin und her um meinen Körper wieder aufzufüllen und für Abkühlung zu sorgen.

Ein paar Wasser, einen Apfel und ein Bier später holte ich mir noch meine Medaille ab und war froh diese Tortur überstanden zu haben, denn es sollte für mich noch heißer werden.

happy im ziel

CRAFT Women´s Run

Der CRAFT Women´s Run eine Frauenlaufserie von Runner´s World, die in diesem Jahr schon zum 10. Mal stattfindet. Ich hatte im letzten Jahr schon einen Startplatz, den ich aber kurzfristig absagen musste. So war es für mich in diesem Jahr der erste Women´s Run.

Für Samstag war aber nun nicht nur der CRAFT Women´s Run angekündigt, sondern auch der bis dahin heißeste Tag des Jahres mit einer vorhergesagten Temperatur von 36 Grad.

Diese Vorhersage ließ mich froh sein, dass ich mich nur für den 5km-Lauf angemeldet hatte. Allerdings war der Start für diesen Lauf schon um 15:00 Uhr, wo auch die Temperatur-Spitze erwartet wurde.

womens run 300

Aber was soll´s, wer 6 km durch den Volkspark laufen kann, der schafft auch 5 im Stadtpark!

Da ich vor dem Lauf noch arbeiten musste, war es für mich ganz schön stressig pünktlich in der Startaufstellung zu stehen. Die Startnummer und das T-Shirt musste ich mir am Raceday noch auf dem Gelände abholen, und das sogar getrennt. Erst haben wir die Startnummer abgeholt, dann mussten wir über das ganze Gelände laufen um mit der Nummer mein T-Shirt zu holen und dann alles wieder zurück in die Startaufstellung.

Zu dem Zeitpunkt war ich schon völlig durchgeschwitzt und hatte auch eigentlich gar eine Lust mehr zu laufen. Mein Schatz motivierte mich aber, goss mir noch einen Schuss Wasser über den Kopf, zur Abkühlung, und dann machte ich mich natürlich trotzdem auf den Weg auf die Strecke, allerdings mit einiger Verspätung.

womens run startaufstellung

In der Startaufstellung war einfach nicht genug Platz für alle 3000 Starterinnen des 5km-Laufs. So musste ich mich seitlich neben der Startaufstellung einreihen und warten bis ich dann irgendwann auch auf die Strecke treten konnte. Leider war bis dahin der Großteil des Feldes schon an mir vorbeigezogen. Und die Damen, die sich in den hinteren Reihen aufhielten, hatten es alles andere als eilig. Die meisten von ihnen hatten ein Tempo, wie ich bei einem gemütlichen Shopping-Bummel. Ich will damit nicht sagen, dass ich bei 35 Grad besonders schnell gewesen wäre, aber ich hatte den Ehrgeiz die Strecke wenigstens zu laufen! Im Slalom-Modus kämpfte ich mich so durch die Menge, kam aber nie wirklich in einen Bereich wo ich angenehm hätte laufen können.

Vielleicht war das aber auch ganz gut so. Denn so bestand gar nicht die Chance, dass ich es zu schnell angehen konnte! Das tolle am Stadtpark, er ist wirklich ein Park! Mit vielen Wiesen auf denen man es sich gut gehen lassen kann, den Grill aufbauen kann oder einfach nichts tun bei 35 Grad… Für mich als Läuferin war es an manchen Stellen etwas zu sonnig, und ich habe mir so manches mal den schattigen Volkspark herbei gewünscht. Auch der Duft, der immer wieder von den Grillwiesen auf die Strecke wehte, hat mich etwas irritiert.

Aber es gab auf diesen 5 km wenigstens eine Wasser-Station. Nachdem wir schon an etlichen Seen und am Freibad vorbeigekommen waren, erwartet uns Läuferinnen kurz vor dem Kilometer 3 die Wasser-Verpflegung. Das war die einzige Stelle an der ich nicht gelaufen war. Dafür schnappte ich mir zwei Becher Wasser, den einen trank ich, den anderen schüttete ich mir über den Kopf.

Ich fühlte mich dabei wie ein Marathoni!

womens run finisher

Im Ziel angekommen hieß es dann anstehen für einen Apfel, ein Wasser, das obligatorische Bier und schon die ersten Give Aways der Sponsoren abstauben.

Danach habe ich den Zielbereich aber schnell verlassen, denn immerhin wartet mein Freund im Women´s Village auf mich. Da gab es viel zu entdecken, aber leider zu wenig Schatten. So habe ich mich an vielen Schlangen gar nicht anstellen können, da ein ewiges Warten in der prallen Sonne für mich nicht in Frage kam!

Trotzdem verbrachten wir noch ziemlich viel Zeit in dem Village und schauten uns um 17:30 auch noch den Start zum 8 km-Lauf an. Danach waren wir dann aber auch froh uns auf den Weg nach Hause zu machen, und ich freute mich ganz besonders eine Dusche!

Laufen bei Hitze – Das geht!

Vor nur ein paar Wochen, oder sogar Tagen hätte ich es für völlig unmöglich gehalten, bei so einer Hitze laufen zu gehen. Und auch in unserem Thailandurlaub im letzten Jahr hatten wir gesagt, dass es einfach viel zu warm ist zum laufen.

In der letzten Woche habe ich mich nun selber vom Gegenteil überzeugt. Laufen bei Hitze ist möglich, wenn man es langsam angeht und ein paar Regeln beachtet, über die ich hier in der letzten Woche schon mal geschrieben hatte.

In Zukunft werde ich mein Training den Temperaturen anpassen, aber mich nicht mehr von einer solchen Hitzewelle abhalten lassen!

Wenn du jetzt immer noch nicht davon überzeugt bist, dass man auch im Sommer super laufen kann, dann schau dir doch noch mal die 5 etwas anderen Tipps zum Laufen im Sommer von Nicole an!

Aber bis dahin… Genieße ich erstmal die abgekühlten Temperaturen und bereite mich auf die nächste Hitzewelle vor!

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2 thoughts on “Heiß, heißer, Hamburg! B2Run und Women´s Run bei über 30 Grad gefinisht

  1. Sehr schön, dass du inzwischen regelmäßig Wettkämpfe läufst. Ich war gestern in Berlin beim Crafts RUn dabei und feile grad am Beitrag. Was steht denn bei dir als nächstes an?

    1. Ich habe deinen Beitrag schon gelesen. So richtig Saß macht der Crafts Run glaube ich nur mit ner lustigen Mädels Truppe… Für mich stehen jetzt erstmal keine Wettkämpfe mehr auf dem Programm. Aber ich werde noch mal schauen ob ich für den Herbst nicht noch etwas schönes finde. Liebäugle z.B. noch mit einem Lauf in Berlin. Was steht bei dir noch an?

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