Nike Womens Run Berlin 2015 – I Ran Berlin

Letztes Wochenende war es so weit. Mit meinem Schatz habe ich mich auf den Weg nach Berlin gemacht, um mit unseren Eltern ein Familien-Wochenende zu verbringen. Der Höhepunkt dieses Wochenendes sollte jedoch mein erster großer Lauf sein.
Denn ich bin am Samstag beim Nike Womens Run mitgelaufen!

Auf dem Tempelhofer Feld stellten sich 10.000 Frauen den 10.000 Metern.

Seit drei Jahren veranstaltet Nike nun schon diesen Lauf. Die letzten beiden Jahre fand er noch unter unter dem Motto „We own the Night“ statt. Dieses Jahr ist das Event eine weltweite Frauenlauf-Serie unter dem Namen Nike Womens Run.

Nach meiner Teilnahme am vergangenen Wochenende kann ich jeder Hobbyläuferin nur empfehlen: Ein Megaevent, dass man (frau) auf keinen Fall verpassen sollte!

Ich habe während des nachmittags immer wieder vom „Festivalgelände“ gesprochen, denn genau so kam mir die Event Location vor! Neben einer Bühne mit Live Acts wie Leslie Clio, Anna F. und Icona Pop gab es im Event Village auch einen beheizten Pool, ein Massage- und Schmink-Zelt, unzählige Food- und Drink-Trucks, verschiedene Fotostationen und für kurzfristige (wetterbedingte) Outfitänderungen ein Shoppingzelt.

Da ich mein Race Pack am Freitag schon im Nike Store abgeholt hatte, konnte ich mich also ganz entspannt mit meiner Family auf dem Gelände umschauen. Als wir uns vor einem Regenschauer im Shoppingzelt in Sicherheit bringen musste, kaufte mein Schatz mir noch ein „Member-Shirt“, wie wir es von Festivals her kennen!

Wir waren schon ziemlich früh auf dem Gelände, da es mein erster großer Lauf war, und ich nicht zu spät kommen wollte. So konnten wir in Ruhe die verschiedenen Bühnen-Shows verfolgen und ich habe mein erstes live N+TC Workout gesehen. Allerdings kam ich mir zu diesem Zeitpunkt schon fast wie ein Eiswürfel auf Beinen vor. Da es bis zum Start auch noch knapp 2 Stunden waren, und ich mich absolut nicht von meiner Jacke trennen wollte, schaute ich lieber nur zu!

nike party

ntc session

Zu diesem Zeitpunkt hat mich dann auch Nicole von Bluetenschimmern vor der Bühne gefunden. Wir unterhielten uns eine ganze Zeit und dann kam auch noch Kate von Wild and Fit vorbeigehuscht. So habe ich an diesem Tag zwei nette Blogger-Mädels kennengelernt worüber ich mich riesig gefreut habe!

Alle anderen die ich verpasst habe, lerne ich dann eben spätestens im nächsten Jahr kennen!

So langsam war es dann auch Zeit geworden sich in die Startaufstellung zu begeben. Aber vorher hieß es noch mal: für kleine Mädchen. Und die Idee hatten bestimmt noch 5.000 andere Frauen. Die andere Hälfte des Starterfeldes wartet nämlich schon in der Startaufstellung. Die war so voll, dass ich kaum mehr den Eingang gefunden hatte. An ein Aufwärmen war hinten im Bereich um die 70 Minuten auch gar nicht zu denken.

nike erwischt

Trotzdem stieg die Stimmung zusammen mit meiner Gänsehaut. Irgendwann wurden dann die letzten drei Minuten angekündigt und dann kam der Countdown. 10, 9, 8… In wenigen Sekunden würde ich mich aufmachen, meine ersten 10.000 Meter zu laufen.

Da ich ja niemandem in dem großen Läuferfeld kannte und auch kein Pacer in meiner Nähe zu sehen war, beschloss ich einfach auf Ankommen zu laufen!

…3, 2, 1! Es ging los! Irgendwo vorne schienen sich die ersten Reihen zu bewegen, die Beats drehten noch mal auf, es war eine super Stimmung. Einige Minuten später begannen sich auch die Läuferinnen wenige Reihen vor mir in Bewegung zu setzen. Ich lief also los um meine erste persönliche Bestzeit auf 10 Kilometern zu erstellen, und kam nach 10 Metern schon wieder ins stocken. Danach ging es vielleicht 15 Meter voran… Bis unter den großen Start/Ziel-Bogen war es ein reines Stop and Go, doch danach lockerte sich das Feld etwas auf.

nike start

nike startaufstellung

Hinten war viel Verkehr, das war mich schon klar, aber ich wollte mich ja auch nicht unter Druck setzen. So lief ich die ersten Kilometer langsamer als geplant, aber ich hatte eh vom ganzen Hüpfen und Mitsingen ein leichtes Seitenstechen! Ich hatte ja noch 10 Kilometer lang Zeit die wieder wegzuatmen!

Die Strecke ansich hat mir gut gefallen. Sie war breit, hatte wenig Engpässe und war gut zu laufen. Es gab sogar etwas Gefälle auf der Strecke, was mich das Tempo drosseln ließ, da ich dachte ich müsste ich meine Kräfte noch für eine Steigung aufsparen, die aber zum Glück nicht kam!

Auf der Strecke, die vom Tempelhofer Feld durch Kreuzberg und wieder zurück führte, wurden wir von Trommlern, Cheerleadern und sogar einem Gospelchor angefeuert, mal ganz abgesehen von den Zuschauern die uns am Rand zujubelten.

Irgendwo zwischen Kilometer 5 und 6 habe ich mich an eine nette Berliner Läuferin gehängt, die mich super motiviert und bis zum letzten Kilometer mitgezogen hat. Ihren Zielsprint konnte ich dann leider nicht mehr mithalten. Mit einer Zeit von 1:12:13 auf meinen ersten 10 Kilometern liege ich nur knapp über meiner angepeilten Zeit von <70 Minuten. Ich habe auf den letzten Metern noch mal richtig Gas geben können, so dass meine Eltern meinten, das sah aber echt locker aus.

nike finisher

Im Ziel wartete dann schon meine zwischenzeitliche Pacerin auf mich. Gemeinsam schnappten wir uns unsere Finisher-Bracelets als auch schon mein Schatz hinter mir auftauchte um mich zu beglückwünschen. Ehe wir uns versahen, waren wir schon außerhalb der Security-Reihen. Ein Zurückkommen war unmöglich, und einen Müsli-Riegel gab es deshalb auch nicht. Na ja, wenigstens hatte ich es in dem Gewühl irgendwie noch geschafft eine Wasserflasche zu ergattern.

Von meinem Finisher-Armband bin ich ganz angetan. Ich hatte nicht zu viel erwartet, da ich die Idee, und auch die Gestaltung, des Armbandes nicht so toll fand. Etwas mehr Bezug zu Berlin und dem Lauf-Event hatte ich mir im Vorfeld gewünscht. Jedoch durfte ich feststellen, dass sich das Armband super tragen lässt und am Arm auch wirklich schick aussieht!
Außerdem bin ich einfach nur stolz meine ersten 10 Kilometer geschafft zu haben, und so war es in den letzten Tagen mein ständiger Begleiter.

Nach der ganzen Anstrengung und Freude reichte meine Kraft dann nur noch um mit hölzernen Beinen ein paar Dehnübungen zu machen. Danach verließen wir das Event-Gelände auch schon schon wieder.

Mir tat alles weh! Die Füße, die Knie, die Hüften – AUA! Aber ich war glücklich!

Und damit es nicht langweilig wird, bin ich mit meiner Family am Sonntag dann gleich noch mal 15 Kilometer durch die Stadt geschlendert auf unserer Sightseeing-Route…

Alles in allem war und bin ich super zufrieden und glücklich mit und nach diesem Event und ich freue mich schon auf das nächste Jahr! Vielleicht treffen wir uns dann ja in Amsterdam, London oder Stockholm? Oder wir melden uns als Blogger-Gruppe an, als „rasende Reporter“ 😉

Ich habe auf jeden Fall Blut geleckt und Lust auf mehr!

nike julia start

 

Fotos © embador

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