So fand ich den Spaß am Laufen

Seit nun mehr über zwei Jahren schnüre ich mehr oder weniger regelmäßig die Laufschuhe. In dieser Zeit bin ich bei verschiedensten Temperaturen gelaufen, habe mir mehr als ein paar Laufschuhe gekauft und habe schon in mehreren Ländern meine Runde gedreht. Die Richtige Lust am Laufen blieb aber lange aus.

Wie oft hatte ich auf meinen Laufrunden geschimpft, dass ich nie wieder laufen werde. Immer dann, wenn ich das Gefühl hatte einfach nicht von der Stelle zu kommen, einfach keine Verbesserung in meiner Leistung erkennen konnte.

Und doch habe ich immer wieder die Schuhe geschnürt. Bin immer wieder meine Runden gelaufen, denn ich wollte diesmal einfach nicht aufgeben. Im Sommer diesen Jahres bin ich zum ersten Mal 10 Kilometer gelaufen, bei einem kalten, aber tollen Nike 10k Berlin. Ich war super glücklich und unendlich stolz das geschafft zu haben. Danach fiel ich aber in ein tiefes Loch und war auf der Suche nach neuer Motivation.

Vor wenigen Wochen hat es dann zum ersten Mal „Klick“ bei mir gemacht und ich hatte wirklich Spaß am Laufen. Was habe ich da anders gemacht?

Vor wenigen Wochen hat es dann zum ersten Mal "Klick" bei mir gemacht und ich hatte wirklich Spaß am Laufen. Was habe ich da anders gemacht?

Habe ich überhaupt etwas geändert, oder hat sich einfach nur meine Einstellung verändert?

Vor diesem plötzlichen High bin ich immer nur meine Standard-Strecke gelaufen. Sie ist nur knapp 4 Kilometer lang und ich bin diese Runde manchmal drei Mal die Woche gelaufen. Das war so nach dem Motto „muss ja“, weil ich ja so ein bisschen in Form bleiben will. Es war einfach nur Routine, ohne viel nachdenken zu müssen bin ich in meine Schuhe gestiegen und los gelaufen. Auf einem dieser Läufe war ein Stückchen Straße gesperrt und ich musste einen Umweg laufen. Und auf dem Stück begann der Spaß.

Was mich sonst immer aus dem Tritt gebracht hatte, und mir den Spaß am Laufen vermiest hatte, machte mir diesmal wirklich Spaß!

So kam der Spaß am Laufen

Wichtig war in den vergangenen Monaten immer daran zu denken, dass jeder Meter zählt. Egal ob ich 3 oder 10 Kilometer laufe, es kommt nicht auf die Distanz an. Als ich diesen Gedanken verinnerlicht hatte, konnte ich Laufen ohne Druck zu verspüren. Und als ich anfing nicht immer neue Bestzeiten von mir zu erwarten, machte Laufen plötzlich Spaß.

Der Spruch weniger ist mehr ist wirklich schon etwas abgenutzt, aber das heißt nicht, dass er nicht mehr passt. Als die 5 oder 10 Kilometer gerade nicht machbar waren, habe ich mich einfach an kürzere Distanzen gehalten um kleinere Erfolge feiern zu können. Irgendwann kam dann auch wieder die Lust mich an längeren Strecken zu versuchen.

Ich habe viele Möglichkeiten ausprobiert mich auf meinen Läufen zu motivieren und abzulenken. Hörbücher, Podcasts, Spotify Running (passt die Musik dem Lauftempo an), aber am angenehmsten waren meine Läufe, wenn ich einfach meine Lieblingsmusik im Ohr hatte.

Spaß am Laufen beim Color Run

Da ich von der Musik gepusht wurde und wieder Lust hatte längere Strecken zu laufen, fing ich an meine Route zu verändern. Ich habe meine Runde verlängert und sie den Licht- und Wetterverhältnissen angepasst. Etwas mehr Straße und weniger Park, da ich öfter in der Dämmerung unterwegs war und es auf dem Laub sehr rutschig war.

Und das Beste: wenn ich nicht Laufen wollte dann bin ich zu Hause geblieben und habe mich um die Regeneration gekümmert. Das kam jedoch ziemlich selten vor, denn ich hatte meistens wirklich Lust meine Runde zu drehen.

Und so war er plötzlich einfach da. Der Spaß am Laufen!

Ich fiebere schon jetzt den ersten Anmeldung für kleinere Läufe für das nächste Jahr entgegen. Könnt ihr mir da was empfehlen?

Es sollen Läufe bis zu 10 km sein und am liebsten im Bereich Hamburg, Berlin, Norddeutschland.

Schreibt mir eure liebsten Läufe einfach in die Kommentare! Und vielleicht sieht man sich ja dann auf einem der Events.

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4 thoughts on “So fand ich den Spaß am Laufen

  1. Hi,

    Ich kann dir den Köhlbrandbrückenlauf nur empfehlen wegen der tollen Aussicht – der hat aber 12 km.

    In die Richtung bin ich noch nie unter der Autobahnabfahrt durchgelaufen stelle ich beim ansehen des Bildes gerade fest.

    Gruß,
    Michael

    1. Hey Michael,
      ich hatte letztens schon gelesen, dass die Anmeldung zu dem Lauf eröffnet ist. Vielleicht ist das ja sogar eine gute Idee zum Ende des Jahres noch einmal 2 km drauf zu packen und wirklich die 12 km in Angriff zu nehmen! Ich denke da mal drüber nach.
      Und die kleine Durchführung gehört bei den aktuellen Wetterverhältnissen mittlerweile schon zu meiner Standard-Strecke. Lustig ist es aber auch neben der Autobahn unter der Straße durch zu laufen um die Straßenseite zu wechseln.
      LG Julia

  2. Laufen ohne Druck ist einfach die Wunderwaffe schlechthin… als Täglichläufer habe ich aber auch die Erfahrung gemacht, dass die Läufe, zu denen man sich so richtig aufraffen musste, häufig auch sehr schön, entspannend oder befriedigend sind.

    Ich finde, solange man Spaß an der Lauferei hat, macht man offenkundig vieles richtig…

    In diesem Sinne: Keep on Running…

    1. Seitdem ich ohne Druck laufe fällt es mir auch viel leichter. Und vor allem bin ich tatsächlich schneller geworden seitdem ich versuche langsamer zu laufen! So kommt dann natürlich auch der Spaß am Laufen.

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